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Soziale Nachhaltigkeit – eine Frage fairen Handelns

Im Spannungsfeld von ökologischen und ökonomischen Prozessen bildet „Soziale Nachhaltigkeit“ die dritte Dimension nachhaltigen Handelns. Sie trägt dazu bei, die Hypothekenlast zukünftiger Generationen zu reduzieren. Leitorientierungen sind
u. a. eine menschenwürdige Existenz, Sicherung materieller und immaterieller Grundbedürfnisse, gerechte Arbeitsbedingungen und Chancengleichheit – besonders für Frauen und MigrantInnen. Auch trägt sie dazu bei, über das Problem der Kinderarbeit aufzuklären und diese durch faires Handeln nicht zu unterstützen – laut IAO arbeiten weltweit 265 Millionen Kinder in der Altersgruppe zwischen fünf und 17 Jahren.

Soziale Nachhaltigkeit wird für Unternehmen zu einer immer wichtigeren Frage: Nicht nur, weil VerbraucherInnen faires Handeln zunehmend mit steigender Nachfrage honorieren. Besonders der Handel mit Bio-Produkten leistet den Einklang aller Interessen der Wertschöpfungskette. Da eine faire Sozialpolitik ohne einen demokratischen Zugang zur Bildung nicht denkbar ist, wird die Dimension „Bildung“ häufig als vierte Säule einer nachhaltigen Entwicklung beschrieben.