Klimawandel verändert alles und betrifft jeden

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Wenn sich vom 30. November bis zum 11. Dezember in Paris die Welt zur 21. UN-Klimakonferenz (COP21) trifft, lebt allerorten die Hoffnung auf, dass die teilnehmenden Staaten den Ernst der Lage begreifen und verbindliche Maßnahmen vereinbaren.

 

Angestrebtes Ziel ist, die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts um weniger als 2,0°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu erhöhen. Doch Klimaexperten des Deutschen Klimakonsortiums (DKK) warnen, dass selbst dieses Minimalziel gravierende Änderungen nach sich ziehen würde.

 

Wichtigste Ursache der Erderwärmung sind Treibhausgase in der Atmosphäre wie CO2. Der Anteil, der durch landwirtschaftliche Nutzung entstehenden CO2-Emissionen werden von Experten mit etwa 30 Prozent angegeben. Berücksichtigt werden dabei sowohl z.B. Düngung und Energieverbrauch als auch die Folgen der Landwirtschaft wie die Rodung von Urwäldern für den Futtermittelabbau.

 

Damit trägt die weltweit stark konventionelle und industrielle geprägte Landwirtschaft einen beträchtlichen Anteil  an der Erderwärmung. „Wer den Klimawandel bremsen will, muss Landwirtschaft auf regenerative Systeme umbauen“ fordert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Die ökologische Landwirtschaft ist bereits Vorreiter bei der Vermeidung und Verringerung von CO2. Sie verzichtet auf mineralische Stickstoffdünger, die in ihrer Herstellung große Mengen fossiler Energien brauchen. Durch Humusaufbau kann überdies CO2 langfristig im Boden gebunden werden. Je höher der Humusanteil im Boden ist, desto mehr kann der Kohlenstoff über Jahrtausende im Boden gespeichert werden. Ein gesunder Boden bedeutet außerdem weniger Erosion und einen effektiven Wasserspeicher. Wichtige Voraussetzungen für stabile landwirtschaftliche Erträge und Schutz vor Trockenheit.

 

Wenn sich in den nächsten zwei Wochen die Staatschefs, Umweltminister und 10.000 Delegierte der 196 Vertragsstaaten in Paris treffen, müssen am Ende verbindliche Zusagen stehen. So hofft auch die BNN-Geschäftsführerin Elke Röder, dass sich die Ergebnisse der Pariser Klimakonferenz in den nationalen politischen Rahmenbedingungen niederschlagen werden: „Es müssen endlich geeignete Anreize geschaffen werden, die die Ökologische Lebensmittelwirtschaft stärken.“ Denn die Biobranche sei mit ihren Akteuren die bessere Alternative für den Weg in die Zukunft.

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