Was ist die Summe aus 3 und 2?

Aktionstag Nachhaltiges (Ab-)Waschen 2016

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Jedes Jahr um den 10. Mai findet der Aktionstag Nachhaltiges (Ab-)Waschen mit zahlreichen Events in ganz Deutschland statt. Ziel der Aktion, die es bereits seit 2004 gibt, ist Verbraucher zum nachhaltigen Umgang beim Waschen und Reinigen zu motivieren. Trotz jährlich wechselnder Schirmpersonen, unter ihnen Ilse Aigner, Renate Künast und Jürgen Trittin, scheint sich das Interesse der bundesdeutschen Bevölkerung in Grenzen zu halten. Bei jährlich verbrauchten 630.000 Tonnen Waschmitteln und 220.000 Tonnen Weichspüler ein bedauerlicher Umstand. Umso mehr, da die nachhaltigen Alternativen zum Waschen, Putzen und Reinigen bereits seit Jahrzehnten verfügbar sind: beim Naturkost-Fachhändler nebenan.

 

„Viele Menschen können sich sicherlich noch an die Schaumberge der 60er und 70er Jahre erinnern. Ursache waren vor allem Phosphate und schwer abbaubare Tenside, die mittlerweile verboten sind“, erinnert sich Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. „In dieser Zeit entstanden Unternehmen, die ökologische Waschmittel anbieten wollten, um echte Alternativen zu bieten. Aber auch für informierte Verbraucher ist es noch immer schwer, nachhaltige Produkte von jenen mit einen grünen Anstrich zu unterscheiden.“

 

Um Kundinnen und Kunden die Sicherheit eines ökologischen Angebots zu geben, werden seit 1999 die Sortimentsrichtlinien für den Naturkost-Fachhandel entwickelt. Die vom BNN herausgegebenen Richtlinien legen für den Naturkost-Einzelhandel verpflichtend fest, was im Sortiment geführt werden darf und was nicht. Dazu gehören auch die Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel: „Der konventionelle Waschmittel-Markt versucht mit diversen Werbeaussagen seinen Produkten eine besondere Umweltverträglichkeit zuzuordnen“, sagt Jürgen Opper. Er betreibt den Bio-Markt Kraut & Rüben in Köln. „Auch in unseren Laden kommen Kunden mit Produkten, die klangvolle Namen wie ,Denk Nach‘ ,Pro Erde‘ oder ,Lurch‘ tragen, die sie zuvor im Drogerie- oder Supermarkt mit dem Gefühl gekauft haben, Bio-Reinigungsmittel erstanden zu haben. Dies lässt sich im Kundengespräch schnell aufklären.“

Die Richtlinien des BNN setzen hohe Maßstäbe: Hierzu zählen die biologische Abbaubarkeit, der Verzicht auf Gentechnik sowie der Ausschluss von Kunststoff-Mikropartikeln bzw. von Partikeln nanoskaliger Größe. Um die Sortimentsrichtlinie zu erfüllen, muss ein Produkt die Standards unabhängiger Zertifizierer erfüllen (Ecogarantie, Ecocert und Ecocert mit Biorohstoffen, NCP: Nature Care Product, ABG: Austria Bio Garantie ). Kriterien, die beispielsweise Reinigungsmittel der Unternehmen Sodasan, Sonett oder AlmaWin erfüllen. Die Sortimentsrichtlinie wird auch künftig Standards setzen. Zentrales Ziel: die wenigen zugelassenen Erdölbasierten Inhaltsstoffe ausnahmslos ausschließen.


„Wer wirklich nachhaltig Waschen möchte, wer Gentechnik ablehnt und die Umwelt schonen will, für den ist es mit ein bisschen weniger Reinigungsmittel oder niedrigeren Wasch-Temperaturen nicht getan“, resümiert Elke Röder. „Hier sind Öko-Waschmittel die einzige Alternative!“

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