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Nachhaltige Fakten

Bildlich dargestellt entspricht das etwa zwei vollen Einkaufswagen. Tatsächlich gehören aber nur die wenigsten dieser weggeworfenen Lebensmittel in den Müll. Obst mit Druckstellen und welke Salate werden achtlos entsorgt, weil sie nicht mehr knackfrisch oder appetitlich aussehen. Ungenießbar sind sie deshalb noch lange nicht. Gleiches gilt für Milchprodukte: Joghurts mit einem abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) landen einfach ungeöffnet im Mülleimer. Dabei ist das MHD nichts weiter als ein Richtwert und „abgelaufen“ bedeutet nicht zwingend, dass das Produkt tatsächlich schlecht ist. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in dieser Broschüre des BÖLW (Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft.)

Grundsätzlich schreiben die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau Erzeugern und Verarbeitern vor, welche Stoffe verwendet werden dürfen. Was nicht erlaubt ist, darf also auch nicht rein. So müssen alle Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus ökologischem Anbau stammen. Nur für 5% des gesamten Erzeugnisses sind Ausnahmen möglich – streng geregelt. Das hängt damit zusammen, dass Zutaten in Öko-Qualität nicht immer ausreichend verfügbar sind (wie z.B. exotische Früchte) oder gar nicht in einer solchen Weise gewonnen werden können. Erzeugnisse, deren Öko-Anteil unter 95 % liegt, dürfen nicht als „okö“ oder „bio“ bezeichnet werden. Näheres finden Sie hier.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist um einen Tag überschritten, die Erdbeeren haben Druckstellen und die Tomaten sehen irgendwie schrumpelig aus: vermeintlich schlechte Lebensmittel landen schnell in der Tonne. Doch ungenießbar sind sie deshalb noch lange nicht. Wer Lebensmittel korrekt lagert oder das Mindesthaltbarkeitsdatum wörtlich nimmt, kann richtig Geld sparen: Denn rund 65% der entsorgten Lebensmittel sind teilweise oder sogar gänzlich in Ordnung. Da lohnt ein genauerer Blick – nicht nur für den eigenen Geldbeutel sondern auch im Sinne der Ressourcen-Schonung. Weitere Details hierzu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.